Bei Prothesenträgern sind die Probleme bekannt, dass die Haut durch Druck vom Prothesenschaft dünner wird und durch die Reibung es oft zu Entzündungsprozessen kommt, die häufig nässen und mit starken Schmerzen verbunden sein können. Die Prothese während der Zeit solcher Hautirritation zu tragen ist praktisch unmöglich. Die Behandlung mit den medizinisch bekannten Möglichkeiten, wie beispielsweise regelmäßige Pflege der Haut am Stumpf mit Salben und Cremes, verbessern das genannte Problem nicht wirklich, der Heilungsprozess dauert länger und ist auch nicht anhaltend. Im ungünstigsten Fall wiederholt sich der Entzündungsprozess, es kommt zum Dauerschmerz und an das Tragen der Prothese ist nicht zu denken.
Hier sehen sie, wie der Schröpfkopf an der Wade angelegt wurde. Er blieb etwa eine halbe Stunde angesaugt. Dabei wurde immer wieder der Druck nachgelassen und wieder aufgebaut, so dass die Saugwirkung in Intervallen umgesetzt wurde. Ein recht einfacher Vorgang, was das Schröpfen betrifft. Den großen biegbaren Schröpfkopf anzulegen war an gewissen Stellen, wie z. B. am Schienbeinknochen, etwas schwieriger. Teilweise ist hier die Hilfe einer zweiten Person nötig, die die Saugschale entsprechend zusammendrückt. Sobald sie angesaugt ist, verläuft der Schröpfvorgang vollkommen einfach und problemlos.
Das Ergebnis war für Alle sehr überraschend. Die Haut- und Gewebeschichten wurden nach einer gewissen Zeit elastischer und waren nicht mehr so trocken und spröde wie zuvor. Bei einigen Anwendern wurde der Schröpfvorgang an mehreren Tagen hintereinander wiederholt. Ausschlaggebend hierfür war der Zustand des betroffenen Gewebes. Grundsätzlich jedoch war der o.a. Erfolg zu verzeichnen.
Selbst nach Monaten traten keinerlei Komplikationen auf, was vorher in regelmäßigen Abständen der Fall war. Besonders im Sommer an heißen Tagen traten durch zusätzliches Schwitzen in der Prothese große Probleme für den Prothesenträger auf. In diesem Sommer, trotz Rekordtemperaturen über Wochen hinweg, gab es keinerlei Probleme mit schmerzhaften Stellen oder Entzündungen an den Prothesenschaften.
Diese Erfahrungswerte könnten vielen Prothesenträgern das Leben qualitativ verbessern.
Da die Betroffenen auch unterschiedliche Krankheitsprobleme aufweisen können wie genetische Veranlagung, chronische Entzündungen, Übergewicht u.a., tragen diese evtl. auch dazu bei, dass gewisse Symptome nach einiger Zeit wieder auftreten. Deswegen sollte man diese Therapie rechtzeitig wieder anwenden.
In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass dieser große Schröpfkopf hier viel effektiver ist. Bei Geschwüren oder punktartigen Entzündungen können kleinere Schröpfköpfe, direkt darauf oder daneben, besser angesaugt werden.
Die Selbsthilfe bringt für den Betroffenen den Vorteil, dass die Behandlung sofort beginnt und dadurch eine Entzündung bereits im Anfangsstadium besser abheilen kann. Betroffene ersparen sich so einen u. U. langen und schmerzhaften Leidensweg. Bei chronischen oder fortgeschrittenen Prozessen gehen die Schmerzen nach kurzer Zeit spürbar zurück, Wundsekret wird abgesaugt und der Heilungsprozess wird aus den tief liegenden Gewebeschichten von innen nach außen gefördert. Ein bestehendes Wund-Ödem wird verkleinert, die Durchblutung in der Wunde gefördert und es bildet sich neues und gesundes Hautgewebe. Das Immunsystem wird gestärkt.